Meine Kursaktien im März 2021

Meine Kursaktien im März 2021

Der DAX erklimmt zum Monatswechsel neue Rekorde, auch der Dow Jones und andere Aktienindizes erreichen bislang unbekannte Höhen. Auf dem Weg dahin gehen die Kurse einiger Aktien munter rauf und runter und sorgen für Bewegung in meinem Depot.

Drei Firmen mussten in meinem Kursdepot Platz machen. Dafür habe ich vier neue Unternehmen aufgenommen. Ehe ich darauf genauer eingehe muss ich jedoch einen Blick auf die Wertentwicklung werfen: Mein Kursdepot ist in etwa soviel wert wie einen Monat zuvor. Warum steigen die Indizes auf Rekordwerte, warum legt mein Dividendendepot um mehr als 10% zu – und warum passiert in dem Depot, das auf Kurssteigerungen setzen soll mehr oder weniger nichts?

Wertentwicklung der Kursaktien im März

Rund 1,2% Wertzuwachs kann mein Kursdepot im März verzeichnen. Das klingt zwar immer noch nach einer Jahresperformance in einem guten Bereich. Die Wahrheit ist allerdings, dass ich im März auch wieder etwas angespart und dem Depot zugeführt habe. Und dann bleiben nur noch 0,5% Wachstum übrig. In einem solchen Rekordmonat finde ich das leicht enttäuschend.

Warum ist das aber so?

Die kurze Antwort: Ich habe eben die Aktien im Kursdepot, an denen der Märzaufschwung vorbeigegangen ist. Etwas länger: Mein Kursdepot hält noch überwiegend Unternehmen, die von der Corona-Krise profitiert haben. Also Firmen die ein digitales Geschäftsmodell haben wie Etsy, Tencent oder Teladoc Health. Vielen Investoren scheint zuletzt klar geworden zu sein, dass es bei vielen Industrieunternehmen trotz Corona brummt ohne Ende. Und so legten „langweilige Firmen“ wie Lowe’s Company, 3M oder Procter & Gamble vergangenen Monat zweistellig zu. Auch die Hoffnung auf eine mögliche Normalisierung des Lebens dank zunehmender Impfungen scheint eine Rolle zu spielen.

Deswegen schwenke ich in meinem Kursdepot trotzdem nicht sofort in andere Sektoren um. Solange eine Aktie ihren Stoppkurs nicht unterschreitet verkaufe ich sie auch nicht. Dadurch steht leider nicht immer genug Geld zur Verfügung, in spannende Aktien zu investieren. Was soll’s. Das Ende der Fahnenstange ist auch bei den aktuell in meinem Depot liegenden Papieren noch nicht unbedingt erreicht – viele legen vielleicht gerade nur einmal eine Pause ein. Ich bleibe investiert, bis sie doch den Rückwärtsgang einlegen.

Gewinner & Verlierer

Die größten Verlierer unter meinen Kursaktien im März waren natürlich diejenigen Unternehmen, die rausgeflogen sind. Dazu komme ich weiter unten. Unter denjenigen, die auch am Ende des Monats noch im Depot lagen, sind dies meine „Flop 3“:

  • Etsy (WKN: A14P98) -20,8%
  • Hypoport AG (WKN: 549336) – 14,1%
  • JD.com (WKN: A112ST) – 7,7%

Andere Aktien haben eine erfreulichere Entwicklung genommen. Meine „Top 3“:

  • Techtronic Industries (WKN: A0B5GC) +17,6%
  • Investor (WKN: 869202): +11,3%
  • Constellation Software (WKN: A0JM27) +11,1%

Dividenden meiner Kursaktien im März

Tatsächlich haben einige meiner Unternehmen aus dem Kursdepot im März eine Dividende ausgeschüttet. Das spielt für mich allerdings hier nur eine untergeordnete Rolle. Der Vollständigkeit halber seien sie hier aufgeführt:

Kone (WKN: A0ET4X) brachte mir netto 52,15 Euro, NextEra Energy (WKN: A1CZ4H) 6,93 Euro. Von den im Februar verkauften ResMed-Anteilen (WKN: 895878) erhielt ich noch ein Abschiedsgeschenk in Höhe von netto 6,06 Euro. Von Pool Corp. (WKN: A0JMVJ) blieben nach Steuern noch 1,81 Euro übrig, bei den Vorzugsaktien von Sartorius (WKN: 716563) waren es 4,18 Euro. In Summe konnte ich Dividenden in Höhe von 71,13 Euro verbuchen.

Kaufen & Verkaufen

Verkäufe

Drei Unternehmen mussten im März mein Kursdepot verlassen. Den Anfang machte Varta (WKN: A0TGJ5). Nachdem es im Januar noch auf über 170 Euro hinaufgegangen war, erfolgte Anfang März ein Absturz auf unter 110 Euro. 10 Anteile hatte ich einmal zu einem Kurs von 134,20 Euro gekauft. Losgeschlagen habe ich sie zu 112,20 Euro. Unter Einbeziehung von Steuern und Gebühren verbleiben am Ende 180,61 Euro Miese.

Einen Tag später, am 4. März, verkaufte ich Teladoc Health (WKN: A14VPK). Gekauft hatte ich sie zu 159,32 Euro. Dann hat sich lange Zeit nicht mehr so viel getan, ehe es Anfang dieses Jahres steil bergauf ging – in der Spitze auf 247 Euro. Der Rückfall kam dann fast noch steiler. Bei 165,61 Euro habe ich meine zehn Anteile abgestoßen. Netto verblieb mir damit ein Gewinn in Höhe von 46,20 Euro. Nun ja.

Dritter im Bunde ist Shopify (WKN: A14TJP). 1.240 Euro waren die Aktien Mitte Februar wert. Im März ging es kurzfristig bis auf 860 Euro runter. Ich habe bei 890,40 Euro verkauft. Eingestiegen bin ich bei 648,33 Euro. Bei 3 Aktien konnte ich mich über einen Gewinn von 529,51 Euro freuen.

Käufe

Vier Unternehmen sind neu in mein Kursdepot gekommen. Der erste Kauf war das chinesische Internetunternehmen Tencent Holdings (WKN: A1138D). Notiert sind die Papiere auf den Cayman-Inseln. Eigentlich macht Tencent alles, was irgendwie digital stattfinden kann: Instand Messaging, Onlinehandel und -spiele, soziale Netzwerke und Onlinewerbung. Dazu kommt vieles mehr. Tencent hält außerdem teils erhebliche Anteile vieler anderer großer Unternehmen wir JD.com, Spotify, Tesla, Activision Blizzard, Mail.ru u.v.m. Gewinn und Umsatz sind in den letzten Jahren in beeindruckender Geschwindigkeit gewachsen. Ich hoffe, dass es mir mit dem Aktienkurs ähnlich geht.

Danach kam Investor AB (WKN: 869202) ins Boot. Dabei handelt es sich um ein schwedisches Investmentunternehmen, das an zahlreichen – überwiegend schwedischen – Firmen beteiligt ist. Dazu gehören beispielsweise Saab, Electrolux, ABB und SEB, Ericsson, AstraZeneca und Nasdaq. Seit dem Corona-Crash ging es stetig aufwärts mit dem Aktienkurs. Tendenziell stoppen Aktien ja ihren Aufwärtskurs, sobald ich einsteige. Ich male mir für dieses Unternehmen natürlich eine andere Entwicklung aus.

Als dritte Position habe ich IDEXX Laboratories (WKN: 888210) gekauft. Bei IDEXX Laboratories dreht sich alles ums liebe Vieh. So bietet das Unternehmen im Segment „Companion Animal Group“ Laboranalysegeräte für Haustiere an. Durch Überwachungen von Blut oder Urin kann der Gesundheitszustand beurteilt werden. „Livestock and Poultry Diagnostics“ hat Tests und Produkte zur Erkennung von Krankheiten bei Nutztieren im Angebot. Drittes Segment ist „Water testing“. Mit dessen Produkten kann die mikrobiologische Belastung im Wasser gemessen werden. Für IDEXX ging es in den vergangenen zwölf Monaten um fast 100% nach oben. Machen Sie so weiter?

Zu guter Letzt setze ich auf Luxus: LVMH (WKN: 853292) oder ausführlicher LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE soll für Glamour in meinem Depot sorgen. Der französische Konzern ist die Nummer 1 in der Luxusgüterindustrie. Unter seinem Dach vereinen sich so schillernde Markennamen wie die Champagner Dom Pérignon und Moët & Chandon, verschiedene Wein-, Whiskey- und sonstige Spirituosennamen. Dazu kommen u.a. Louis Vitton, Givenchy und Dior im Bereich Mode. Parfums, Kosmetika, Schmuck und Uhren wie TAG Heuer und Dublot runden das Sortiment ab. Quasi nebenbei gibt es noch Publikationen und Beteiligungen beispielsweise am Luxuszug „Venice Simplon-Orient-Express“.

Lehren

Alle drei verkauften Unternehmen haben eines gemeinsam: Es gab einen schnellen und sehr deutlichen Anstieg im Aktienkurs. Das Nachziehen des Stoppkurses ist daran gekoppelt. Da die Zuwächse wirklich sehr stark waren, sind auch die Stoppkurse durch die fixe Spanne zwischen Stopp- und Nachziehkurs steil hinauf. Es folgte ein Absturz, der zum Verkauf führte. Ohne diese kurzen, aber extremen Zwischenanstiege wären wohl zumindest Varta und Shopify noch in meinem Depot. Lediglich Teladoc wäre wohl wirklich rausgeflogen. Die anderen beiden Unternehmen liegen noch immer über der 90- und 200-Tage-Linie und haben diese auch nur kurz gerissen. Auch wenn sie sich gerade etwas seitwärts zu bewegen scheinen, sehe ich keinen echten Abwärtstrend. Ob ich sie also so „früh“ hätte verkaufen müssen? Ich muss mir noch ein paar Gedanken machen, inwieweit ich das Risiko zwischen „krassem Absturz“ und „Ignorieren von kurzen, aber heftigen Ausbrüchen“ ausbalancieren möchte.

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