40 Titel im DAX

40 Titel im DAX – Was bedeutet das für mich?

Heute hat die Deutsche Börse bekannt gegeben, dass es Änderungen im DAX geben soll. Von bislang 30 Unternehmen wird die Anzahl im kommenden Jahr um 10 weitere steigen. Gleichzeitig sinkt die Anzahl der Positionen im MDAX von 60 auf 50. Wird sich dadurch etwas in meiner Anlagestrategie ändern?

Die Deutsche Börse Group hat am 24. November 2020 in einer Pressemeldung (externer Link) bekannt gegeben, dass sich das Regelwerk für die DAX-Indizes ändern soll. Einige der wesentlichen Änderungen:

  • Ab September 2021 gibt es 40 Titel im DAX – statt wie bisher 30.
  • Der MDAX verkleinert sich entsprechend und umfasst dann nur noch 50 Unternehmen.
  • Bei der halbjährlichen Überprüfung spielt nur noch die Marktkapitalisierung, nicht aber der Börsenumsatz eine Rolle. Eine Mindestliquidität muss dabei gewährleistet sein.
  • Alle Indexmitglieder müssen testierte Geschäftsberichte und Quartalsmitteilungen veröffentlichen. Dafür gibt es klare Fristen.
  • Vor der Aufnahme in den DAX müssen Unternehmen Gewinne erzielen.

Einige der Änderungen sind sicherlich auch durch den Skandal um Wirecard beeinflusst.

Was mache ich jetzt?

Nichts.

Bekanntlich habe ich für meine Aktieninvestitionen zwei Strategien: In der einen setze ich auf Unternehmen mit langjährig steigenden Dividenden, in der anderen auf Unternehmen mit steigenden Kursen.

Deutsche Unternehmen oft ohne stetiges Dividendenwachstum

Blicken wir zuerst auf die Dividendenaktien aus Deutschland: Es gibt lediglich zwei Dividendenaristokraten (also Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividenden anheben). Die beiden Firmen sind Fresenius und Fresenius Medical Care. Und beide sind ohnehin schon Mitglied im DAX. Darüber hinaus gibt es einige Unternehmen, die in den vergangenen Jahren eine gewissen Dividendenkontinuität entwickelt haben. Leider haben dieses Jahr etliche davon enttäuscht. Aus meinem Depot hatten CTS Eventim, Fielmann und Sixt die Dividenden (soweit möglich) komplett gestrichen. Auch Siemens hat für 2021 eine reduzierte Ausschüttung vorgeschlagen (externer Link) – selbst, wenn man die Abspaltung von Siemens Energy außen vorlässt. Von meinen US-Aktien hat nur Disney die Dividende gestrichen.

Daher wurde ich in meiner Ansicht bestärkt, im Dividendendepot einen stärkeren Fokus auf Aktien aus den USA zu setzen. Ganz unabhängig von eventuellen Änderungen im DAX oder MDAX.

Für die Zukunft oft zu spät dran

Dann also der Blick auf die Aktien, bei denen ich auf steigende Kurse spekuliere. In der Vergangenheit habe ich z.B. die Deutsche Wohnen gekauft, als ihr DAX-Aufstieg bekannt wurde. Seither verbuche ich ein Plus von 9,5%. Das ist anständig, im Vergleich zu anderen Unternehmen aber nicht besonders. Diese Erfahrung wird auch in einem entsprechenden Artikel der Süddeutschen Zeitung (externer Link) beleuchtet.

Meine Absicht besteht eigentlich darin, dass ich Aktien suche, deren Kurs schon seit geraumer Zeit steigt. Immer wieder passiert es mir aber auch, dass ich auf Kursgewinne spekuliere. Weil ich denke, dass die Aktie im aktuellen Marktumfeld ja steigen müsste. Oft steht man als Privatanleger dabei allerdings auf verlorenem Posten. Die Profis haben entscheidende Informationen schon zu einem früheren Zeitpunkt. Das ist dann oft im Kurs schon eingepreist.

Das erinnert mich nur daran, dass ich wieder mehr disziplinieren muss. Ich gucke auf den Aktienkurs ausgewählter Firmen. Und wenn der Kurs schon seit langer Zeit – idealerweise seit vielen Jahren – recht kontinuierlich steigt, dann kaufe ich. Dabei spielt es keine Rolle, ob jetzt 40 Titel im DAX sind oder nicht. Und auch nicht, ob eine Aktie jetzt aufgenommen wird. Ich suche weltweit. Und wenn die Kursentwicklung der vergangenen Jahre auch zum geplanten Kaufzeitpunkt noch gut aussieht, dann schlage ich zu. Und hoffe, dass die Entwicklung in der Zukunft so weitergeht. Eine Garantie gibt es dafür natürlich nicht.

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